Die Kelvin-Skala ist die Basiseinheit der Temperatur im Internationalen Einheitensystem (SI) und wird hauptsächlich in der Wissenschaft und Technik verwendet. Sie ist eine absolute Temperaturskala, was bedeutet, dass ihr Nullpunkt, 0 Kelvin (0 K), dem absoluten Nullpunkt entspricht, dem tiefstmöglichen Punkt, an dem keine thermische Energie mehr vorhanden ist.
Die Kelvin-Skala ist von entscheidender Bedeutung für wissenschaftliche Forschungen, insbesondere in der Thermodynamik, Physik und Chemie. Da sie bei 0 K beginnt und keine negativen Werte kennt, vereinfacht sie Berechnungen und theoretische Modelle, die sich mit Temperatur und Energie befassen. Sie wird in Bereichen wie Kryotechnik, Materialwissenschaften und Astronomie eingesetzt.
Die Kelvin-Skala wurde von William Thomson, dem späteren Lord Kelvin, im 19. Jahrhundert vorgeschlagen. Sie ist eng mit der Celsius-Skala verbunden: Eine Temperaturdifferenz von 1 Kelvin entspricht einer Differenz von 1 Grad Celsius. Der absolute Nullpunkt liegt bei -273,15 °C. Die Definition des Kelvin basiert auf dem Tripelpunkt von Wasser (der Temperatur und dem Druck, bei dem Wasser in allen drei Aggregatzuständen – fest, flüssig und gasförmig – gleichzeitig existiert), der auf 273,16 K festgelegt ist. Seit 2019 ist der Kelvin über die Boltzmann-Konstante definiert, was eine noch präzisere und universellere Grundlage bietet.