Ein Kilobyte (KiB), oft auch als Kibibyte bezeichnet, ist eine Einheit des digitalen Datenspeichers, die 1.024 Bytes entspricht. Dieses Präfix basiert auf Zweierpotenzen (2^10) und wird verwendet, um die tatsächliche Speicherkapazität in binären Computersystemen genauer darzustellen.
Die Relevanz von Kibibytes liegt in der präzisen Angabe von Speicherkapazitäten in der Computertechnik. Da Computer intern mit binären Zahlen arbeiten, sind Zweierpotenzen für die Adressierung und Organisation von Speicher natürlicher. Betriebssysteme und Software zeigen Speicherkapazitäten oft in Kibibytes, Mebibytes usw. an, auch wenn sie fälschlicherweise als Kilobytes, Megabytes bezeichnet werden, was zu Verwirrung führen kann.
Die Unterscheidung zwischen dezimalen (SI) und binären Präfixen wurde notwendig, da die Diskrepanz zwischen 1.000 und 1.024 Bytes bei größeren Speichermengen erheblich wird. Die International Electrotechnical Commission (IEC) führte in den späten 1990er Jahren die binären Präfixe (Kibi, Mebi, Gibi usw.) ein, um diese Ambiguität zu beseitigen und eine klare Unterscheidung zu ermöglichen. Obwohl die IEC-Präfixe noch nicht universell angenommen wurden, sind sie technisch korrekt und helfen, Missverständnisse bei der Speichermessung zu vermeiden.